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Bonn, 14. Dezember 2019. Der diesjährige Theodor Brinkmann-Preis wurde in einer Feierstunde an Dr. Helmut Born verliehen. „Dr. Helmut Born hat sich von 1994 bis 2016 in der Theodor Brinkmann-Stiftung als dessen Stiftungsratsvorsitzender für den Transfer der Wissenschaft in die Praxis eingesetzt“, so Dekan Prof. Dr. Peter Stehle bei der Ehrung am 13. Dezember 2019 in der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn.

In seiner Laudatio hob Prof. em. Dr. Ernst Berg das von Born maßgeblich beeinflusste Engagement der Wissenschaft und deren Berücksichtigung in der agrarpolitischen Praxis hervor. So habe er die Bonner Erklärung zur Bedeutung der Wissenschaft im Jahre 1994 maßgeblich initiiert und mitbestimmt. Auch die Gründung des Initiativkreises Agrar- und Ernährungsforschung gehe auch seine Anregung zurück. Er habe damit die verschiedenen Beteiligten an den Tisch geholt. Wann immer es notwendig war, bediente sich Born des Rates der Wissenschaft. Als beispielhaft bezeichnete er den Einsatz für die Belange der Unternehmen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Unzweifelhaft seien die großen Verdienste um die Förderung der Agrar- und Ernährungswissenschaften sowie der Agrar- und Ernährungsforschung und sein herausragendes Engagement in der Förderung des Dialogs sowie des intensiven Austauschs zwischen agrarbezogener Wissenschaft, Politik und Praxis.

Anläßlich der Preisverleihung verwies Dr. Helmut Born, der an diesem Tag viele Wegbegleiter begrüßen konnte, erneut auf die Bedeutung der Forschung und zitierte eine jüngste US-Veröffentlichung „Why trust Science“. Er gestand ein, dass Wissenschaftskommunikation nicht jedem Forscher in die Wiege gelegt sei, die aktive Begleitung des gesellschaftlichen Diskurs jedoch einen langen Atem und die Beteiligung der Wissenschaft benötige. Born mahnte, in einer digitalisierten Welt zeitnah über Themen zu kommunizieren.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Gunther Hirschfelder, Universität Regensburg, Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft. Er reflektierte die Landwirtschaft und Ernährung im 21. Jahrhundert und stellte die Missverständnisse, Risiken und Chancen zwischen Theorie und Praxis dar. „Meinungen kann man nur im Dialog entwickeln“, sagte Hirschfelder. Er blickte zugleich optimistisch in die Zukunft, denn nach seiner Auffassung werde die Bevölkerung den Wert des technischen Fortschritts für die Lösung der aktuellen Probleme anerkennen, auch wenn das Wissen über die komplexen Verhältnisse trotz negativer Assoziationen sehr gering sei.

Theodor Brinkmann-Preis 2019 geht an Dr. Helmut Born

Dr. Helmut Born erhält den Theodor Brinkmann-Preis 2019. Erste Gratulanten sind (von links) Dr. Martin Berges (Stiftungsratsvorsitzender) und Dr. Hermann-Josef Baaken (Vorstandsvorsitzender der Theodor Brinkmann-Stiftung)